In den folgenden Unterpunkten haben wir Ihnen einige kurze Informationen zu den Grundgedanken unserer Kindergartenarbeit zusammengestellt. Wenn Sie die Waldorfpädagogik noch ein wenig detaillierter kennen lernen möchten, so empfehlen wir Ihnen unsere Elterninformation, das wir Ihnen hier auch als PDF bereitstellen. Es basiert auf Texten, die Sie unter vielem Interessanten mehr auf http://waldorfkindergarten.de finden können.


 Nachahmung Feispiel Rythmus Natur
 Musik Eurythmie Mitmachen 

Vorbild und Nachahmung

Wir bieten den Kindern eine verlässliche und familiäre Umgebung, die ihnen Geborgenheit und eine schützende Hülle gibt, um in Ruhe heranzureifen.

Dabei wirken die Erwachsenen als Vorbilder: Ihr sinnvolles Tun drinnen und draußen, vom Baumschnitt übers Nähen bis zur Vorbereitung des vollwertigen Frühstücks ist Teil ihres pädagogischen Handelns. Indem auch die Kinder echte Aufgaben etwa bei der Garten- und Hausarbeit übernehmen, lernen sie sich mit Freude und Selbstverständlichkeit für andere und ihre Umwelt einzusetzen. Dabei erkennen sie sinnvolle Zusammenhänge zwischen den Dingen und ihrer Herkunft, zwischen dem Tun und seinen Konsequenzen.


Die Bedeutung des freien Spiels 

Kinder vertiefen sich völlig selbstvergessen in ihr Tun, spielend sind sie eins mit sich selbst. Spielsachen sind ausschließlich aus natürlichen Materialien, ihre Wärme und ruhige Kraft wird spürbar. Puppenstube und Kaufmannsladen aus Holz laden dazu ein, sowie auch Körbe voller Kastanien und Tannenzapfen, Tüchern oder Filzseilen. Allen Dingen ist gemein, dass sie einfach und "offen" sind, um die Fantasie sich frei entfalten zu lassen.

Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass die Kinder durch dieses "einfache" viele Spielanregungen bekommen. In der Fantasie der Kinder kann jedes Holzstück ein Anker, eine Angel oder etwas anderes sein, je nachdem, wie man es bearbeitet oder verändert.

Die kindliche Kreativität wird durch einfache Materialien sehr angeregt. Jedes Kind liebt es z. B. selbst einen Kanal für Schiffe zwischen Tannenwurzeln zu graben. Es kann dann stolz auf sein Werk sein und erwirbt gleichzeitig sehr viel handwerkliches Gespür und Geschick.


Rhythmus schafft Sicherheit

Einfühlsam lenken die Erzieherinnen durch den Tag. Sie gestalten den Wechsel zwischen lebendigen, aktiven und ruhigen, aufnehmenden Phasen, in denen gemalt, gesungen oder eine Geschichte erzählt wird.

So beginnt der Tag mit freiem Spiel im Hause, bevor um 10.30 Uhr gemeinsam gefrühstückt wird. Jeder Wochentag hat seine eigenen Speisen (Müsli, selbst gebackene Brötchen, Quarkspeise, Suppe usw.).

Nach dem Frühstück folgen Tätigkeiten wie Aquarellmalen, Werken, Weben, Nähen, Musizieren, hauswirtschaftliche Aufgabe u. v. m.

Täglich und bei jedem Wetter geht es hinaus ins Freie zum Spielen.
Wenn sich täglich der vertraute Ablauf wiederholt, kann das Kind abends in der Gewissheit einschlafen, dass morgen alles wieder seine Ordnung hat

Die Natur ist ein kluger Lehrer 

Kinder begegnen der Natur und ihren Lebewesen mit Neugierde, Aufmerksamkeit und Achtung, wenn wir ihnen die Gelegenheit dazu geben.

Im Waldorfkindergarten vergeht nicht ein Tag, ohne dass die Kinder sich nicht ausgiebig an der frischen Luft bewegt hätten. Ob im weitläufigen Garten, beim Spazieren oder beim Versteckspiel – immer ist die Natur lebendiger Spielpartner.

Großen Wert legen wir auch auf eine gesunde, ausgewogene und naturnahe Ernährung. Neben vitaminreichen, selbst zubereiteten und biologischen Speisen bedeutet dies auch einen möglichst weitgehenden Verzicht auf zuckerhaltige Süßigkeiten.


Tage voller Klänge, Bilder und Geschichten

Wiederkehrende Feste, Reigen, Lieder und der gemeinsame Jahreszeitentisch bringen den Lauf von Wachsen, Gedeihen, Ernte und Ruhe ins Bewusstsein der Kinder und bevölkern ihre Fantasie zugleich mit den wundersamen Wesen aus Märchen und Sagen.

Spielerisch nehmen die Kinder Melodien und Texte auf, entwickeln ihre eigenen Bild- und Erlebniswelten. Im Waldorfkindergarten ist jeder Tag voller musischer Anregungen.

Wöchentliche "Eurythmietag"

Zusammen mit unserer Eurythmistin Frau Britz sieht man die Kleinen im Kreis zu Rhythmen und Reimen sich bewegen, spielerisch in Märchenmotive hineinschlüpfen und Töne lauschend nachahmen. Dabei ist die natürliche Beweglichkeit und Lebensfreude der Kinder zugleich die Grundlage und das Ziel dieser Übungen. Es sind Bewegungen, welchen den Kindern Freude bereiten und die Willenskräfte der Kinder stärken.

Was wir als Eltern tun...

das Schwerste zuerst: Wir sind Vorbilder, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr: in unserem Tun und Reden, im Miteinander, unter Zeitdruck, beim Musizieren, Singen oder Vorlesen, beim maßvollen Umgang mit Fernsehen und Computer.

das Leichteste: Sich durch den Waldorfkindergarten zu einer bewussteren Erziehung anregen zu lassen, sich auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen.

das Verbindende: Mitgestaltung und Hilfe bei Festen, gelegentliches Zupacken in Haus und Garten oder Basteln in gemütlicher Runde – ein Kindergarten als Gemeinschaftserlebnis.