In unserem Waldorfkindergarten begleiten wir Kinder im Alter von zwei Jahren bis zum Schuleintritt. In zwei Gruppen schaffen wir Räume, die den unterschiedlichen Entwicklungsphasen der Kinder entsprechen. Die Sonnengruppe schenkt den Jüngsten Geborgenheit und Zeit zum Ankommen. In der Regenbogengruppe erweitert sich der Erfahrungsraum: Die älteren Kinder entdecken, gestalten und übernehmen zunehmend Verantwortung.

Sonnengruppe (von zwei bis 4 Jahren) – Ankommen, Wachsen & Strahlen

In der Sonnengruppe erleben Kinder im Alter von zwei bis vier Jahren einen behüteten Einstieg in den Kindergartenalltag. In einer warmen und geborgenen Atmosphäre dürfen sie in Ruhe ankommen, ihr neues Umfeld erkunden und sich nach und nach mit den vertrauten Rhythmen und Ritualen der Gruppe verbinden.

Die Eingewöhnung gestalten wir achtsam, individuell und mit viel Geduld. Jedes Kind bekommt die Zeit, die es braucht, um Vertrauen zu fassen und sich an die Gruppe und die neue Umgebung zu gewöhnen. Liebevolle Begleitung und wiederkehrende Abläufe schenken Halt, Sicherheit und Orientierung.

Im freien Spiel erkunden die Kinder ihre Welt… drinnen wie draußen. Natürliche Materialien regen die Fantasie und das schöpferische Tun an. Erste Freundschaften entstehen, Lieblingsplätze werden gefunden und vertraute Spielideen entwickeln sich: Die Holztierchen werden liebevoll aufgestellt, die Puppen umsorgt und im Garten oder auf unseren Spaziergängen gibt es immer wieder kleine Wunder zu entdecken.

Durch die rhythmische Wiederholung des Vertrauten wachsen Sicherheit und Vertrauen; in die Gruppe, in die Erwachsenen und vor allem in sich selbst. So wird die Sonnengruppe zu einem Ort des behutsamen Wachsens und zu einem sanften Übergang von der Geborgenheit des Elternhauses in eine größere Gemeinschaft.

Regenbogengruppe (von vier bis 6 Jahren)– Entdecken, Zusammenwirken & Reifen

In der Regenbogengruppe erweitert sich der Horizont unserer älteren Kinder. Der Kindergartenalltag wird zu einem lebendigen Erfahrungsraum, in dem das freie, fantasievolle Spiel und das tätige Vorbild der Erwachsenen Hand in Hand gehen.

Ob beim gemeinsamen Kneten des Brotteiges, beim handwerklichen Gestalten oder im Rollenspiel, die Kinder vertiefen sich mit allen Sinnen in ihr Tun. Sie erleben, wie aus der eigenen Tätigkeit etwas entsteht, bringen ihre Ideen ein und entdecken zunehmend ihre persönlichen Fähigkeiten.

Die festen Rhythmen des Tages und der Woche sowie das gemeinsame Erleben der Jahresfeste schenken Halt und Orientierung. In der Gemeinschaft lernen die Kinder, aufeinander achtzugeben, kleine Verantwortungen zu übernehmen und selbstbewusst ihren Platz zu finden.

Wir begleiten jedes Kind aufmerksam und individuell auf seinem Weg. So kann es seinen Fähigkeiten vertrauen und schließlich mit Vorfreude, innerer Ruhe und Selbstvertrauen dem nächsten großen Schritt, der Schulzeit, entgegengehen.

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